SACEM

Die SACEM (Société des Auteurs, Compositeurs et Éditeurs de Musique) ist eine französische Verwertungsgesellschaft zur Verwaltung der Rechte ihr angehörender Künstler im Bereich der Musik. Ähnlich der deutschen GEMA ist sie nicht staatlich, sondern privat organisiert („société civile“), hat aber die Unterstützung des französischen Kulturministeriums. Ihr Sitz ist in Neuilly-sur-Seine. Sie hat 1450 Beschäftigte (2005).

Die SACEM wurde 1850 von drei Musikern (darunter der Komponist Ernest Bourget, der 1847 Rechte an seiner im Café Ambassadeur gespielten Musik einklagte) gegründet, die so ihre Rechte verwalten wollten. Mittlerweile (2005) repräsentiert sie 110.000 Musiker und hat jährliche Einnahmen von 757 Millionen Euro (2005), von denen 608 Millionen an die Rechteinhaber flossen.

Neben dieser Hauptaufgabe ist die SACEM auch in der Kulturförderung und in der Künstler-Altersversorgung aktiv.

Seit dem 1. Januar 2012 können von ihr vertretene Urheber einzelne Lieder unter eine von drei Creative-Commons-Lizenzen, die die nicht-kommerzielle Nutzung erlauben, stellen. Die SACEM ist nach der schwedischen STIM, der niederländischen BUMA/STEMRA und der dänischen KODA die vierte europäische Verwertungsgesellschaft, die ihren Mitgliedern die Nutzung von Creative-Commons-Lizenzen zumindest zeitweise ermöglicht[1].

  1. New pilot project allows collecting society SACEM members to use Creative Commons licenses

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